Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Außenstelle Nordwest-

Hier gelangen Sie direkt zum Inhalt der Seite.

 

Hauptnavigation:


Inhalt: Befähigungsnachweise in der Sportschifffahrt

  1. Grundsätzliches
  2. Wer kann den Sportbootführerschein erhalten?
  3. Wie kann ich meine Befähigung nachweisen?
  4. Wer führt die Prüfungen durch?
1. Grundsätzliches

 

Wer auf den Seeschifffahrtsstraßen ein Sportboot führen will, bedarf der Erlaubnis (Fahrerlaubnis). Sportboot im Sinne dieser Verordnung ist ein von seinem Bootsführer nicht gewerbsmäßig für Sport- oder Erholungszwecke verwendetes Wasserfahrzeug oder Wassermotorrad. Ausnahmen gelten für

  1. Inhaber eines Befähigungszeugnisses nach § 3 der Schiffsoffizier-Ausbildungsverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Januar 1992 (BGBl. I S. 22, 227), die zuletzt durch Artikel 440 der Verordnung vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785) geändert worden ist, in jeweils geltender Fassung oder eines sonstigen vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung anerkannten amtlichen deutschen Befähigungszeugnisses zum Führen eines Wasserfahrzeugs auf den Seeschifffahrtsstraßen,
  2. ausländische Staatsangehörige mit Wohnsitz außerhalb des Geltungsbereiches dieser Verordnung, die sich nicht länger als ein Jahr im Geltungsbereich dieser Verordnung aufhalten, es sei denn, dass in dem Staat ihres Wohnsitzes für das Führen von Sportbooten auf Wasserstraßen, die mit den Seeschifffahrtsstraßen vergleichbar sind, ein Befähigungsnachweis amtlich vorgeschrieben ist; in diesem Fall sind die Inhaber des in dem Staat ihres Wohnsitzes geltenden Befähigungsnachweises ausgenommen, soweit Gegenseitigkeit gewährleistet ist,
  3. Personen, bei denen das zu führende Sportboot keine Antriebsmaschine hat,
  4. Personen, bei denen das zu führende Sportboot mit einer Antriebsmaschine ausgerüstet ist, deren größte nicht überschreitbare Nutzleistung 3,68 Kilowatt oder weniger beträgt,
  5. Personen ab 16 Jahren, bei denen das zu führende Sportboot mit einer Antriebsmaschine ausgerüstet ist, deren größte nicht überschreitbare Nutzleistung 11,03 Kilowatt oder weniger beträgt.

Seitenanfang

 

2. Wer kann den Sportbootführerschein erhalten?

 

Eine Fahrerlaubnis kann erhalten , wer

Ungeeignet zum Führen eines Sportbootes ist, wer über kein ausreichendes Hör-, Seh- oder Farbunterscheidungsvermögen verfügt oder zur Trunksucht neigt.

Bewerbern, die beschränkt körperlich geeignet sind, kann die Fahrerlaubnis unter Auflagen erteilt werden.

Seitenanfang

 

3. Wie kann ich meine Befähigung nachweisen?

 

Die Befähigung zum Führen eines Sportbootes ist durch eine Prüfung nachzuweisen. Die Prüfungsinhalte sind in einem amtlichen Fragen- und Antwortenkatalog niedergelegt, sie umfassen die Bereiche Gesetzeskunde, Umweltschutz, Navigation einschließlich Arbeit in der Seekarte, Manövrieren, Wetterkunde, Sicherheit und Notsignale. Ferner ist eine praktische Prüfung abzulegen, hierbei hat der Bewerber u.a. nachzuweisen, daß er mit einem Sportboot an- und ablegen kann, nach Kompaß fahren kann, ein Mann-über-Bord-Manöver durchführen kann und bestimmte seemännische Knoten beherrscht.

Jeder Bewerber kann sich entweder selbst auf diese Prüfung vorbereiten oder sich einer Ausbildungsstätte anvertrauen. Entsprechende Fachbücher sind im Fachhandel erhältlich.

Seitenanfang

 

4. Wer führt die Prüfungen durch?

 

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat den Deutschen Motoryachtverband und den Deutschen Segler-Verband beauftragt, Prüfungsausschüsse einzurichten, die der Fachaufsicht der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt Außenstellen Nord und Nordwest unterstehen.

Seitenanfang